Alastair Humphreys lehrt dich Alltagsabenteuer zu erleben - Microadventures

Werde durch Microadventures zum Alltagsabenteuerer

Foto: Instagram/al_humphreys

Zu wenig Geld und zu wenig Zeit für ein großes Abenteuer? Ausreden zählen nicht mehr. Etwas zu erleben, von dem du noch ewig sprechen wirst, ist viel leichter, als du denkst.

Im Alter von 24 Jahren war Alastair Humphreys ein Normalo, der gerade die Uni beendet hatte und sich nach einem Abenteuer sehnte. Schließlich unternahm er eine Weltreise auf dem Fahrrad. Nach seiner Rückkehr gab er Interviews, absolvierte kleinere Auftritte, schrieb ein Buch und plante den nächsten Trip. Im Jahr 2012 machte National Geographic ihn offiziell zum Abenteurer des Jahres

Heute beschäftigt sich der Brite vor allem damit, andere in ihrer Abenteuerlust zu bestärken und ihnen zu zeigen, wie sich der Alltagstrott ganz leicht durchbrechen lässt, ohne gleich vier Jahre mit dem Fahrrad zu verschwinden.

Hier kommt das Microadventure ins Spiel.

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„Ein Microadventure ist ein Abenteuer, das mit deinem echten Leben kompatibel ist“
Alastair Humphreys

„Wenn du an einen Trip denkst, der zu groß und kompliziert ist, dann setzt du ihn meist nicht um. Darum hatte ich die Idee, um 17 Uhr von der Arbeit zu kommen, ein Microadventure zu erleben und dann am nächsten Tag wieder ins Büro zu gehen“, erklärt Humphreys im Interview mit Rough Guides.

Er ist überzeugt davon, dass diese Vorgehensweise die Hemmschwelle senkt. Wenn du siehst, dass dein Miniabenteuer funktioniert, planst du beim nächsten Mal vielleicht ein ganzes Wochenende, und ehe du dich versiehst, nimmst du dir ein Jahr frei und wanderst durch Indien.

Was wir von Alastair Humphreys lernen können:

1. Wildnis findest du überall

Auf die Idee kam Humphreys, als er mit einem Freund ein Stück Autobahn in England entlangwanderte. Der Ausflug habe überraschend viel Ähnlichkeit mit seinen großen Reisen gehabt: neue Orte, neue Menschen, etwas tun, das einen fordert, schöne Orte zum Schlafen finden. „Ich wollte zeigen, dass du Abenteuer und Wildnis überall finden kannst, selbst an den unwahrscheinlichsten Orten.“

© Vimeo // Alastair Humphreys

2. Das Zelt kannst du zuhause lassen

Humphreys ist ein Verfechter des Biwakierens: Ein wasser- und winddichter Biwaksack um den Schlafsack hält in der Nacht warm und versperrt die Sicht auf den Himmel nicht. „Wenn du in der Nacht aufwachst, siehst du die Sterne über dir.“ Aber: Check vorher sicherheitshalber die Gegebenheiten. Sobald es regnet oder viele Mücken in der Nähe sind, wirst du dein Zelt vermissen.

© Vimeo // Alastair Humphreys

3. Deinen Freunden geht es wie dir

Eines seiner besten Abenteuer hat Humphreys nicht allein erlebt. Viele seiner Freunde leben heute an verschiedenen Orten rund um London. Eines schönen Sommertages stimmten sie alle zu, sich zum Sonnenuntergang auf einem Hügel in den Cotswolds zu treffen.

„Die Leute kamen von der Arbeit, wir kletterten auf den Hügel, trafen uns zum Sonnenuntergang, aßen und tranken etwas, schliefen auf dem Hügel in einem Biwaksack und verschwanden am nächsten Morgen wieder zur Arbeit.“ 

© Vimeo // Alastair Humphreys

4. Den Schweinehund zu überlisten ist leicht

Humphreys schlägt vor, dass du dir einen konkreten Termin für dein Abenteuer in den Kalender schreibst, damit du es dann auch wirklich erlebst. Sollte das nicht reichen, verabrede dich mit einem Freund. 

Mache zunächst einen Plan, der so einfach ist, dass er sich ohne großen Aufwand verwirklichen lässt. Trotzdem noch zu viel? Dann leg dich mit deinem Schlafsack für eine Nacht in den Garten. „Nur um dich selbst daran zu erinnern, wie es ist, die Sterne zu sehen und die Vögel singen zu hören.“

© Vimeo // Alastair Humphreys

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04 2017 THE RED BULLETIN

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