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Die abgelegensten Orte der Welt

Foto oben: flickr/Christine Zenino

Es gibt Orte, die sind so abgelegen, dass von Zivilisation kaum mehr die Rede sein kann. Doch so isoliert ein Fleckchen Erde auch sein mag: Weniger schön ist es deshalb noch lange nicht. Acht Geheimtipps und was du über sie wissen solltest.

Siedlungen am Rande der Welt, einsame Inseln oder Oasen mitten in der Wüste: Trotz Bevölkerungsexplosion existieren immer noch Orte, an denen nur wenige Menschen unter meist ganz speziellen Bedingungen wohnen.

Einige davon bestechen mit einem Zauber, der etwas Unbegreifliches und Überwältigendes hat. Daher eignen sie sich perfekt als besonderes Reiseziel. Wir zeigen euch acht total abgelegene Geheimtipps und verraten, was ihr über sie wissen müsst. Willkommen auf einer Tour, die an extreme Stellen führt – und maximale Wirkung entfaltet.            

Vestmannaeyjar, Island

Die Inselgruppe Vestmannaeyjar liegt vor der Südküste Islands. Das Gebiet bildet die Gemeinde Vestmannaeyjabær, hier leben umgeben von paradiesischer Natur rund 4.000 Einwohner.  

Was du wissen solltest: Bekannt sind die Inseln auch für die vielen Papageitaucher, hier findet sich die größte Papageitaucherkolonie Islands. Warnung an alle Vogel-Liebhaber: Die hübschen Tiere gelten als Delikatesse und werden in den Sommermonaten auf den Westmännerinseln gejagt.

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Tristan da Cunha

Auf der gleichnamigen Hauptinsel der Inselgruppe im südlichen Atlantischen Ozean leben derzeit 267 Menschen. Sie gilt als abgelegenste bewohnte Insel der Welt. 

Was du wissen solltest: Dorthin gelangen kannst du nur mittels Sechs-Tages-Trip per Schiff von Südafrika aus. Der am nächsten gelegene Nachbar der Inseln liegt rund 2.700 km entfernt. 

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Alert, Kanada

Der Militärstützpunkt Alert ist jene Ansiedlung unter den dauerhaft besetzten Orten der Welt, die am nördlichsten liegt. Benannt wurde der Stützpunkt nach einem Expeditionsschiff, der Nordpol liegt rund 800 km entfernt.  

Was du wissen solltest: Je nachdem, wann du dorthin reist, brauchst du entweder Sonnenbrille oder Taschenlampe. Im Sommer scheint 24 Stunden am Tag die Sonne, im Winter ist es rund um die Uhr dunkel.

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Kap-York-Halbinsel, Australien

Diese Halbinsel liegt im tropischen Norden des australischen Bundesstaates Queensland. In dem völlig naturbelassenen Gebiet leben rund 18.000 Aborigines.

Was du wissen solltest: Ohne Allrad-Fahrzeug geht nichts. Auf der Halbinsel sind die meisten Straßen nicht asphaltiert. Lediglich rund um die größere Orte, wie der Hauptstadt Cairns, sind die Straßen mit Asphalt befestigt.

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Mêdog, China

Der chinesische Bezirk Mêdog liegt im Südosten des autonomen Gebiets Tibet. Bis 2010 gab es hier keine einzige Straße. Der Hauptort hat rund 1.800 Einwohner, keine andere Bezirkshauptstadt in China ist derart schwer zu erreichen.

Was du wissen solltest: Schwindelfrei zu sein ist Pflicht. Der einzige Weg dorthin führt per Wanderung durch die Bergwelt des Himalayas, zudem muss eine 200 Meter lange Hängebrücke überquert werden.

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McMurdo-Station, Antarktis

In der größten Forschungs- und Logistikstation der Antarktis leben im Winter rund 250, im Sommer etwa 1.100 Wissenschaftler. Hier finden sich unter anderem mit der „Antarctic Sun“ eine eigene Zeitung, ein TV-Sender, ein Feuerwehrhaus und ein Treibhaus mit Frischgemüse.    

Was du wissen solltest: Die Station wurde 1955/56 gebaut. Sie ist die größte Siedlung der Antarktis.

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Ittoqqortoormiit, Grönland

In dieser Siedlung im Osten Grönlands leben rund 500 Menschen. Das Wasser ringsherum ist fast das gesamte Jahr über gefroren, insofern kann die Region kaum per Boot erreicht werden. Auch der kleine Flughafen wird nur selten genutzt.    

Was du wissen solltest: Der Ort ist per Propellermaschine von Kulusuk in Ostgrönland aus zu erreichen. Zwei Stunden dauert der Flug entlang der einsamen Küste Richtung Norden nach Nerlerit Inaat, unter Piloten auch bekannt als Constable Point.

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Supai, USA

Das Hauptdorf des Indianerstamms der Havasupai liegt in Arizona und gilt als abgelegenstes Dorf der USA. Da es keine gepflasterten Straßen gibt, braucht man einen Helikopter oder ein Muli, um die Siedlung zu erreichen.

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Was du wissen solltest: Wer sich nach dem Besuch der staubigen Einöde nach Erfrischung sehnt, sollte die Wasserfälle des Havasupai-Reservates nicht verpassen.

© losangelesswimmin // Youtube

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04 2016 THE RED BULLETIN

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