Westfriedhof München - UBahn-Station

Abgefahren: Wenn U-Bahn-Stationen zum Erlebnis werden

Foto: Martin Falbisoner/Wikimedia Commons

Die tägliche Fahrt mit der U-Bahn zur Arbeit muss nicht nur Mittel zum Zweck sein. In manchen Städten kann sie auch zu einem Erlebnis werden.

Die Haltestelle Clapham Common in London hat es im September vorgemacht:

Dort mietete ein Kreativkollektiv sämtliche Werbeplakate und beklebte sie – mit Katzen! Die Pendler sollen sich dadurch wohler fühlen und versuchen, die Welt mit etwas anderen Augen zu sehen.

So they've replaced all the ads at this tube station with photos of cats.

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Weltweit finden sich allerdings auch unzählige Bahnhöfe, die jederzeit darauf warten, dass du sie besuchst, um dich von ihrem besonderen Flair inspirieren zu lassen.

Wir stellen dir acht der außergewöhnlichsten U-Bahn-Stationen vor:

  1. Westfriedhof – München
  2. Paracelsus-Bad – Berlin
  3. Komsomolskaya – Moskau
  4. T-Centralen – Stockholm
  5. Formosa Boulevard – Taiwan
  6. Avtovo – St. Petersburg
  7. Arts et Métiers – Paris
  8. Toledo – Neapel

Westfriedhof – München

Die gewaltigen, 3,80 Meter im Durchmesser großen Lampenschirme machen den Münchner U-Bahnhof am Westfriedhof zu einem der bekanntesten in Deutschland. Ihre Lichter leuchten in den drei Farben Gelb, Rot und Blau und tauchen die höhlenartige Tunnelwand in ein ganz spezielles Licht. So speziell, dass die Band The Haggis Horns die Kulisse als Albumcover nutzte. 

Paracelsus-Bad – Berlin

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Wie der Name dieses Berliner U-Bahnhofs vermuten lässt, soll der Bahnsteig Badehaus-Assoziationen wecken. Die weißen Fliesen an den Wänden und Säulen erinnern an Schwimmbäder, die an den Wänden abgebildeten Säulen an römische Badehäuser. Ganz in der Nähe befindet sich das namensgebende Paracelsus-Bad, ein Hallenbad im Ortsteil Reinickendorf.

Komsomolskaya – Moskau

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Die wohl prächtigsten U-Bahn-Stationen können Russland-Reisende entdecken. Berühmt sind vor allem die Bahnhöfe der Ringlinie wie die Station Komsomolskaja.

68 Marmorsäulen, gewaltige Kronleuchter und detaillierte Deckenmosaike verwandeln den Ort eher in eine Art Ballsaal als eine Wartehalle.

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T-Centralen – Stockholm

Auch in Stockholm lohnt es sich, an verschiedenen U-Bahn-Stationen einfach mal auszusteigen, um sich deren Design und Architektur anzuschauen. Die T-Centralen gehört nicht nur zu den schönsten, sondern ist auch gleichzeitig das Herz des städtischen U-Bahn-Systems.

Wie der Name schon sagt – T ist die Abkürzung für „tunnelbana“, das schwedische Wort für U-Bahn – kommen nur hier alle drei Linien der schwedischen Hauptstadt zusammen.

Formosa Boulevard – Taiwan

Die Formosa Boulevard Station in der taiwanesischen Stadt Kaohsiung wird von einer gigantischen Glaskuppel überdacht. Der „Lichtdom“ des Italieners Narcissus Quagliata besteht aus 4.500 Glasscheiben und ist das größte Glaskunstwerk der Welt. Wer möchte, kann dort sogar heiraten.

Avtovo – St. Petersburg

Apropos Ballsaal: Scheint so, als hätten die Architekten in St. Petersburg sich ein Scheibchen von den Kollegen in Moskau abgeschnitten. Auch hier entsteht durch majestätische Säulen und imposante Lüster der Eindruck, man warte auf das Eintreffen des russischen Zaren.

Arts et Métiers – Paris

© Youtube // vvi737

Jules Verne hätte seine helle Freude gehabt. U-Bahn-Reisende, die am Arts et Métiers-Bahnhof von Paris aussteigen, werden von einem kupferfarbenen Steampunk-Ambiente erwartet. Und die Station soll auch tatsächlich mit ihren Bullaugen an das berühmte U-Boot Nautilus aus „20.000 Meilen unter dem Meer“ erinnern.

Toledo – Neapel

© youtube // Napoli Magazine

Die Stadt Neapel hat im Rahmen des Projektes „Stationen der Kunst“ gleich die komplette U-Bahn-Linie 1 von Star-Architekten verschönern lassen. Die Haltestelle Toledo hat Óscar Tusquets Blanca mal eben zu einer der schönsten ganz Europas, wenn nicht der Welt umgestaltet.

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09 2016 The Red Bulletin

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