Die schärfsten Chilisorten der Welt

Scharf, schärfer, Chili:
Diese 4 Paprikas hauen dich garantiert um

Foto: Pixabay

Für die einen ist es eine Mutprobe, andere mögen´s einfach scharf. Diese Chilisorten haben es in sich.

Wer schon mal in Asien oder Lateinamerika war und dort sein Essen „extrascharf“ bestellt hat, weiß, was Leiden heißt. Die Schärfe in den Gerichten stammt meist von Chilischoten, einer Paprikaart. Diese enthalten den Stoff Capsaicin – einen absoluten Scharfmacher.

Zur Abschätzung der Schärfe wurde die Scoville-Skala entwickelt. Paprika ohne feststellbare Schärfe haben den Scoville-Grad 0, normale Peperoni liegen zwischen 100 und 500.
 

Das sieht bei diesen vier teuflischen Pflanzen ganz anders aus:

  1. Habanero
  2. Bhut Jolokia Chocolate
  3. Trinidad Moruga Scorpion
  4. Carolina Reaper

Habanero

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Die Schärfe der Habanero-Chili ist legendär. Im Vergleich zur Jalapeño ist die Pflanze rund 50 mal feuriger. Dass diese Paprika dennoch so gerne verzehrt wird, liegt an ihrem einzigartigen, fruchtigen Aroma. Da sind die 250.000 bis 300.000 Scoville-Einheiten fast geschenkt. Die gelb- und orangenfarbenen Habaneros werden hauptsächlich auf Mexikos Halbinsel Yucatan angebaut, dort oft zu kommerziellen Chilisoßen verarbeitet. Mit etwas Glück sind die Paprikas aber auch bei gut sortierten Feinkosthändlern zu bekommen wie z.B. auf dem Münchner Viktualienmarkt.

Bhut Jolokia Chocolate

Oh, wie lecker! Schokoladenchilis! Weit gefehlt, mit Chilischokolade haben diese Paprikafrüchtchen rein gar nichts gemein. Bis ins Jahr 2012 galt die Bhut Jolokia, die auch noch in Rot oder Gelb wächst, als die schärfste Chili der Welt. Messungen hatten Rekordwerte von über einer Million Scoville-Einheiten ergeben. Sie stammt aus dem Nordosten Indiens. Eine einzige Frucht soll zum Würzen zweier Mahlzeiten einer fünf- bis sechsköpfigen Familie ausreichen – und über das, was wir Europäer als scharf bezeichnen, können die meisten Inder ja nur lachen.

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Trinidad Moruga Scorpion

Die leicht schrumpelige Sorte war die erste, die die zwei Millionen Scoville-Grade geknackt hat. Sie löste die Bhut Jolokia 2012 für ein Jahr als schärfste Chili der Welt ab. Die in Trinidad und Tobago beheimatete Pflanze soll sehr fruchtig schmecken. Fraglich nur, wer das beurteilen kann, ohne gleichzeitig Feuer zu spucken.

Beim Pflücken reichen vier übereinander gezogene Latexhandschuhe nicht aus: Das Capsaicin dringt bis auf die Haut und brennt sogar auf den Fingern.

Carolina Reaper

Die absolute Nummer eins, die schärfste Paprika der Welt, seit November 2013 im Guinness Buch der Rekorde eingetragen. Der gemessene Spitzenwert der Carolina Reaper lag bei über 2,2 Millionen Scoville. Ein Züchter aus dem US-Bundesstaat South Carolina ist für diese Schrumpelpaprika verantwortlich, bei der nur der abstehende Schwanz verraten könnte, dass hier irgendwas faul ist. Die Carolin Reaper soll ähnlich effektiv sein wie das Pfefferspray, das von der Polizei zur Abwehr von Bösewichten benutzt wird. Doch Züchter Ed Currie macht sogar Soßen aus der Paprika. Eine trägt den Namen „Die tödliche Mamba des Voodoo-Prinzen“ - sagt eigentlich alles.

© Youtube // Lizzy Wurst   

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09 2016 The Red Bulletin

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