Die tödlichsten Tiere der Welt

Die tödlichsten Tiere der Welt

Foto: Getty Images

Kommen ein Hai, ein Bandwurm und ein Hund in eine Bar. Wer ist der Tödlichste?

Jedes Jahr sterben hunderttausende Menschen an den Folgen einer Tierattacke. Doch die üblichen Verdächtigen wie giftige Spinnen, zähnefletschende Haie oder jagende Löwen tragen meist keine Schuld. In vielen Fällen sind nämlich nicht die giftigsten und scheinbar gefährlichsten Tiere auch die tödlichsten.

Reale Horror-Kreaturen

Egal ob im Wasser, zu Lande oder in der Luft - in vielen Lebensräumen haben sich Wesen entwickelt, die du eher ins Reich der Legenden abtun würdest. Doch sie sind unter uns.

Vor diesen 8 Lebewesen solltest du dich besonders in Acht nehmen.

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Bandwurm

Diese fiesen Parasiten nisten sich im Organismus verschiedener Lebewesen ein – auch beim Menschen! Uns befallen unter anderem der Hunde- oder Fuchsbandwurm. Gefährlich werden die Parasiten, wenn sie sich durch die Darmwand fressen und in Leber, Lunge oder Gehirn wandern. Setzen sie sich dort einmal fest und bilden Zysten, kann das tödlich enden. Jährlich sterben etwa 2.000 Menschen durch Bandwürmer.

Skorpion

Von den bedrohlich wirkenden Spinnentieren gibt es weltweit rund 1.400 Arten mit einer Körpergröße von 9 Millimetern bis zu 21 Zentimetern. Insgesamt sind aber nur 25 Arten tödlich für den Menschen. Jährlich müssen bis zu 5.000 Personen durch einen Stich dran glauben – ein Großteil davon in Mexiko. Bei einer tödlichen Giftdosis stirbt das Opfer an Atemstillstand.

Raubwanze

Die gefährlichen Vertreter sind die blutsaugenden, zentralamerikanischen Arten. Sie übertragen die Erreger der Chagas-Krankheit, welche Nervenzellen im Verdauungstrakt zerstört und an deren Folgen im Jahr rund 15.000 Menschen sterben. Die verantwortlichen Parasiten befinden sich im Kot der Wanzen und gelangen in den Körper durch Einreiben in die Stichstelle.

Tsetsefliege

Dieses in Afrika verbreitete Insekt ernährt sich unter anderem von menschlichem Blut und überträgt dabei die gefürchtete „Schlafkrankheit“. Namensgebend ist ein Dämmerzustand, in den Patienten im Endstadium der Krankheit fallen. Rund 50.000 Todesfälle gehen im Jahr auf das Konto der Tsetsefliege.

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Süßwasserschnecke

Auch harmlos aussehende Süßwasserschnecken dienen als Wirt für Parasiten, die dem Menschen in Form der Bilharziose gefährlich werden können. Erreger dieser Infektionskrankheit, die schwere Organschäden hervorrufen kann, sind sogenannte Pärchenegel, welche durch verunreinigtes Wasser in die Haut des Menschen eindringen. Diese Wurmkrankheit fordert – vor allem in den Tropen – im Jahr laut WHO zwischen 20.000 und 200.000 Tote.

Hund

Keine Sorge: Dein bester Freund wird sich vermutlich nicht gleich in eine reißende Killerbestie verwandeln. Jährlich sterben lediglich 180 Menschen an den tödlichen Bissen eines Haushundes. Dennoch gehört der Vierbeiner zu den tödlichsten Tieren der Welt. Schuld daran sind Streuner, die Tollwut übertragen. Tote pro Jahr nach WHO-Schätzung: 50.000. Also achte stets auf deinen Impfschutz. Bist du einmal infiziert und nicht geimpft oder wirst nicht innerhalb von 24 Stunden nach der Infektion behandelt, endet das Ganze im Regelfall aufgrund einer Gehirnentzündung tödlich.

Schlange

1,25 Millionen Mal beißen Schlangen jährlich einen Menschen. Registrierte Todesfälle summieren sich auf durchschnittlich 50.000, die Dunkelzahl liegt weitaus höher. Für einen Großteil davon ist die asiatische Kobra verantwortlich, obwohl sie nicht die giftigste Schlange ist.

Solltest du dieser Speikobra begegnen: Sie kann ihr Gift mit absoluter Genauigkeit bis zu drei Meter weit schießen. Gelangt es in deine Augen, könnte es dich erblinden lassen.

Mücke

König der Killer ist allerdings dieses klitzekleine Wesen. Sage und schreibe über eine Million Menschen sterben jährlich durch die kleinen Plagegeister. Natürlich sind auch hier nicht die Moskitos selbst die Schuldigen, sondern die durch sie übertragbaren Krankheiten. Ein Großteil der Opfer stirbt, vor allem in Afrika, an Malaria.

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12 2016 The Red Bulletin

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