Die verrücktesten Karneval-Traditionen

So verrückt feiert Europa Karneval

Foto: Getty Images

In Deutschland fliegen Bonbons von den Wagen, die Franzosen und Italiener werfen lieber Fisch und Obst.

Im Februar findet nicht nur in Deutschland die Karnevalssaison ihren Höhepunkt. Während dann vor allem in Köln und Mainz Tausende Menschen verkleidet auf den Straßen feiern, folgen andere europäische Länder ihren ganz eigenen Traditionen.

Karneval: Verkleide dich als Star und punkte bei den Frauen

Noch kein passendes Outfit für Karneval / Fasching / Fasnacht - Wieso gehst du nicht einmal als Lenny Kravitz oder Snoop Dogg? Die Frauen werden es lieben.

Klicken zum Weiterlesen

Heringswurf in Frankreich

Im nordfranzösischen Dünkirchen ist der Karneval womöglich das größte Volksfest des Jahres. Bereits im 17. Jahrhundert startete die Tradition als Festmahl zu Ehren der Fischer, die kurz darauf in See stachen. Die Festivitäten beginnen heute stets im Januar mit verschiedenen Bällen. Das große Finale bilden die „3 Joyeuses“, die Tage zwischen Rosenmontag und Aschermittwoch.

Das Highlight des kostümierten Treibens: Der traditionelle Heringswurf. Dann fliegen Hunderte Kilogramm Fisch vom Rathausbalkon.

Vivement Carnaval ptn! #Carnaval #Dunkerque #Jetdeharengs #Unkiff #Mylife #Makeup #Pressée

A post shared by 🌸Bérénice🌸 (@berenice_blndl) on

Orangenschlacht in Italien

Du kennst die wilde „Tomatina“ in Spanien, bei der tonnenweise Tomaten durch die Straßen von Buñol geschleudert werden? Das italienischen Örtchen Ivrea feiert seinen historischen Karneval ähnlich, in Gedenken an den Bürgerkrieg zwischen dem Volk und den Truppen Napoleons wird hier eine Orangenschlacht („battaglia delle arance“) ausgetragen. In diesem Jahr findet der Karnevalskampf am 26. Februar statt.

Battaglia delle Arance Carnevale di Ivrea #carnevale2016 #carnevale #ivrea #battagliadellearance #pioggia #arance #cavalli #colori

A post shared by Paolo Costanzo Photography (@paolo_graphy) on

Morgenstreich in der Schweiz

Der Fastnachtsauftakt in Basel ist ein ganz besonderer: Um Punkt vier Uhr in der Früh am Montag nach Aschermittwoch findet der „Morgenstreich“ statt. Dann werden alle Lichter in der Innenstadt ausgeschaltet und Hunderte „Cliquen“ ziehen mit Laternen durch die Straßen – eine Große ist vorn am Wagen befestigt. Die Teilnehmer tragen kleine Versionen auf dem Kopf und lassen dadurch erkennen, zu welchem Zug sie gehören.

Klicken zum Weiterlesen

Sardinenbegräbnis in Spanien

In der andalusischen Hafenstadt Cádiz wird der größte Karneval Spaniens gefeiert. Offiziell dauern die Festivitäten rund zwei Wochen, doch aufgrund etlicher feuchtfröhlicher Proben und Wettbewerbe steht die Stadt schon in den Monaten zuvor unter Strom. Zentrum des bunten Treibens von Cádiz sind die „Chirigotas“, die zusammen satirische Songs vortragen. Beendet wird das Volksfest mit der „Beerdigung der Sardine“ am Aschermittwoch.

Pfannkuchenessen in Litauen

Auch in Litauen ist die Zeit des Karnevals eine der wichtigsten des Jahres. Das Fest soll den Winter und alles Schlechte vertreiben. Dafür werden riesige Strohpuppen, Morė genannt, angezündet. Die Menschen verkleiden sich vornehmlich als Tiere oder mit schaurigen Masken, auf Festen messen sie sich in verschiedenen Wettkämpfen wie Tauziehen, Baumstammsägen oder Sackhüpfen. Außerdem verputzt der Litauer an „Užgavėnės“ massenhaft Pfannkuchen. Das soll Glück bringen.

Klicken zum Weiterlesen
01 2017 The Red Bulletin

Nächste Story