Die spektakulärsten Reiseziele aus „Planet Erde II“

Die schönsten Reiseziele aus „Planet Erde II“

Foto: Getty Images

Die Produzenten der spektakulären Naturdoku „Planet Erde II“ haben unter allen Drehorten ihre persönlichen Favoriten gekürt. Hier ist eine Auswahl der abgelegenen Ziele.

Planet Erde, manchen noch besser unter dem Originaltitel Planet Earthbekannt, zählt zu den besten Naturdokumentationen aller Zeiten. Da erstaunt es fast ein wenig, dass es zehn Jahre dauerte, bis die BBC die Dokumentarfilmreihe nun endlich fortsetzt. Eines lassen die ersten Folgen bereits zweifelsfrei erkennen: Das Warten hat sich gelohnt.

„Planet Erde 2": Die beste Naturdoku aller Zeiten

2006 gewährte die Reihe „Planet Earth" einen nie da gewesenen Einblick in die Lebensräume des Tierreichs. Jetzt erscheint mit „Planet Erde 2" die Fortsetzung.

© Youtube // BBC Earth

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Das Team reiste für die Bilder an die unterschiedlichsten Ziele auf der ganzen Welt. Welche Orte den Produzenten als die spektakulärsten in Erinnerung geblieben sind, verrieten sie jetzt der britischen Zeitung „The Guardian“. Damit kannst du dich selbst dorthin aufmachen, um die einzigartige Tierwelt unter die Lupe zu nehmen.

Zavodovski Island, Südatlantik

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Zavodovski Island ist eine unbewohnte Vulkaninsel im Südatlantik, rund 2000 Kilometer entfernt von den Falklandinseln. Sie beherbergt die weltweit größte Kolonie an Zügelpinguinen und ist seit 1982 für den Tourismus freigegeben. Die Bilder, die sich Produzentin Elisabeth White dort nach der siebentägigen Schiffsanreise boten, raubten ihr den Atem: ein großer, weißer, rauchender Berg umgeben von 1,5 Millionen Pinguinen. Da deren Exkremente niemand entfernt, riecht es entsprechend streng. Wilde und nahezu unberührte Natur pur.

Offizielle Angebote für Touristenreisen dorthin gibt es nicht. Wenn du die Insel besuchen willst, musst du dir am besten auf den Südlichen Sandwichinseln ein Boot besorgen und den Trip auf eigene Faust organisieren.

Gokyo Valley, Khumbu Himalaya, Nepal

Das Gokyo Valley liegt mitten im Himalaya-Gebirge und ist alles andere als leicht zu erreichen. Sechs Tage dauerte der Aufstieg der Filmcrew samt Gepäck bis auf 5360 Meter, die Ankunft inmitten der beeindruckenden Gletscher setzte beim Bergspezialisten Justin Anderson Glücksgefühle frei. Dort oben lebt der Himalaya-Tahr, der mit Ziegen verwandt ist, sowie der Himalaya-Glanzfasan: Nepals Nationalvogel und einer der farbenfrohsten auf der ganzen Welt. Und wie sich erst nach einer gewissen Zeit herausstellte, war ein Yak sehr stark an einem der Zelte interessiert – zuerst dachten die Filmer, sie hätten den Yeti zu Gast. 

Für eine Trekking-Reise solltest du dir drei Wochen Urlaub nehmen und in einer sehr guten körperlichen Verfassung sein. Guides sind in dem Gelände Pflicht.

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Madagaskar

Der Inselstaat an der Ostseite Afrikas ist zwar wesentlich bekannter als die bisherigen zwei Locations. Auch die Tierwelt wurde schon ausgiebig erforscht. Dennoch haben die Dreharbeiten über den Indri, den größten lebenden Lemur, Eindruck bei Dschungel-Produzentin Emma Napper hinterlassen. Jeden Tag hätte sich das Team in aller Frühe aufgemacht, um die Tiere filmen zu können. Ihre Schreie waren unglaublich laut und die Wartezeit versüßten Reptilien, Insekten und allerlei anderes Getier im Dschungel. Doch nach einer Weile lernte Napper genau diese Lebewesen zu schätzen und ihr gelangen einzigartige Aufnahmen von Geckos und einem Insekt, das keiner ihrer lokalen Guides jemals zuvor gesehen hatte. 

Es gibt tolle, geführte Naturrundreisen mit Regenwaldtrekking durch die schönsten Nationalparks der Insel. Tierbeobachtungen inklusive.

Skelettküste, Namibia

Der nördliche Teil der Küste von Namibia und das Hinterland tragen den vielsagenden Namen Skelettküste. Für den Wüsten-Experten Ed Charles eine der wildesten und unberührtesten Flecken Natur, die er je in seinem Leben besuchen durfte. Trotz tagelanger Autofahrt war keine Menschenseele zu sehen. Doch an den nur wenig Wasser speichernden Flussbetten tobte das Leben: Elefanten, Antilopen, Löwen und sogar einen in der Wüste äußerst seltenen Gepard bekam das Team vor die Linse. Charles stand sekundenlang Auge in Auge mit dem Raubtier – doch als er seine Kamera zückte, verschwand es auf Nimmerwiedersehen. 

Der südliche Teil des Skeleton Coast Park – bis Terrace Bay – ist mit einer Genehmigung frei zugänglich. Tagesbesucher dürfen den Park besuchen, müssen ihn aber spätestens um 17 Uhr verlassen. Der nördliche Teil kann nur mit einem privaten Safari-Unternehmen bereist werden.

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11 2016 The Red Bulletin

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