Entspannen in Alcatraz: Urlaub im Gefängnis

Einblick in die Hölle: Dein Trip zu den berüchtigtsten Gefängnissen der Welt

Foto: Getty Images

Um hinter schwedische Gardinen zu blicken, musst du keinen Laden ausrauben – es reicht, wenn du einen Flug buchst.

Sich einen Tag lang wie ein richtiger Gangster fühlen: Alcatraz und Co. wollen ein paar zusätzliche Dollar verdienen und ermöglichen dir einen Einblick in die Hölle. Sturmhaube aufgesetzt und los geht’s: Das sind die bekanntesten Gefängnisse der Welt, die Besuchern ihre Gittertore öffnen.

  • Alcatraz
  • Old Melbourne Gaol
  • Oxford Castle
  • Robben Island
  • Eastern State Penitentiary
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Alcatraz, USA

Beim Anblick des Wachturms wird schnell deutlich, welchem Zweck die Insel Alcatraz einst diente. Im 19. Jahrhundert als militärische Befestigungsanlage – mit bereits integriertem Gefängnis – genutzt, wurde sie Anfang der 1930er Jahre zur heute berühmten Gefängnisinsel umgebaut. Bis zur Schließung im Jahr 1963 saßen berüchtigte Verbrecher wie Al Capone und Bankräuber George „Machine Gun“ Kelly ihre Haftstrafe auf Alcatraz ab. Heute musst du kein Gangsterboss mit italienischen Wurzeln sein, um hinter diese Mauern zu blicken. Es reicht, wenn du ein Ticket bei Alcatraz Cruises buchst. 

Veranstalter: alcatrazcruises.com

Old Melbourne Gaol, Australien

Erbaut im 19. Jahrhundert infolge eines starken Anstiegs der Kriminalitätsrate, saßen im Gefängnis Old Melbourne Gaol in Australien sowohl Kleinkriminelle als auch Obdachlose, psychisch Kranke und Gangster mit richtig langen Strafregistern ein. Unter den vielen Insassen befand sich auch Ned Kelly, ein berüchtigter Straßenräuber. Nach etlichen Jahren des Betriebs und etwa 135 Hinrichtungen wurde das Gefängnis 1924 geschlossen. Nun steht es neugierigen Besuchern für Besichtigungen zur Verfügung.

Veranstalter: oldmelbournegaol.com.au

Oxford Castle, England

Oxford Castle wurde im Jahr 1071 von normannischen Baronen erbaut. Hier sollten die Parlamentarier des englischen Bürgerkriegs, die sich gegen den König auflehnten, ein nicht ganz freiwilliges, neues „Zuhause“ finden. Die Funktion als Gefängnis blieb Jahrhunderte lang erhalten – und zwar bis 1996. Im Jahr 2004 verschönerte man den einst düsteren Ort mit Wohnungen, Restaurants und einem Museum. Die wichtigsten Teile des Gefängnisses sind allerdings erhalten geblieben und bieten Besuchern auch heute noch einen schauderhaften Anblick.

Veranstalter: oxfordcastleunlocked.co.uk

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Robben Island, Südafrika

Die zwölf Kilometer nördlich von Kapstadt gelegene Insel beherbergte einst ein Hochsicherheitsgefängnis. Bekannt wurde sie vor allem durch einen Insassen: Nelson Mandela verbrachte 18 seiner 27 Haftjahre auf der Insel Robben Island. Nach seiner Haft beschrieb er das Gefängnis als den brutalsten und skrupellosesten Ort Südafrikas. Wie sich der ehemalige südafrikanische Präsident dort gefühlt haben muss, kannst du heute hautnah nacherleben. Die Tour nach Robben Island dauert inklusive Fahrt auf der Fähre dreieinhalb Stunden und wird von einem ehemaligen politischen Gefangenen geleitet.

Veranstalter: robben-island.org.za 

Eastern State Penitentiary, USA

Zwischen 1829 und 1971 diente das Eastern State Penitentiary in Philadelphia als Strafanstalt. Die Grundsätze des Gefängnisses waren so unerschrocken wie grausam. Insassen wurden nicht nur von der Außenwelt, sondern auch voneinander isoliert. Zudem hatte jede Zelle ihren eigenen, mit Mauern umschlossenen Außenbereich. Weder Arbeit noch Besucher waren im Gefängnis gestattet. Seit 1994 dient das Eastern State Penitentiary als Museum und bietet verschiedene Touren an, die vom Schauspieler Steve Buscemi (spielte u.a. Serienkiller Garland Greene im Knacki-Film „Con Air“) geleitet werden.

Veranstalter: easternstate.org

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01 2017 The Red Bulletin

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