René Redzepi: Koch im Noma, dem vielleicht besten Restaurant der Welt

René Redzepi:
Das sind ­Menüs des besten Kochs der Welt

Foto: Vincent Long
Text: Andreas Tzortzis

René Redzepis Kopenhagener Restaurant „Noma“ wurde viermal zum besten der Welt gekürt. Aber sein Style setzt sich überall durch.

Lange bevor „saisonale Küche“ zum globalen gastronomischen Killerargument wurde, ging René Redzepi in Skandinavien in den Wald. Der ehemalige Lehrling des berühmten US-Restaurants „French Laundry“ eröffnete mit nur 25 Jahren sein Restaurant „Noma“ im Hafen von ­Kopenhagen, in dem er die ­Ergebnisse seiner Streifzüge durch die Natur servierte: in Ziegenbutter angebratene ­Karotten mit Kamillenzweigen. Oder mit Kräutern und Seetang vom nahen Strand gedünstete Austern.

Food Trends 2017

Die Beliebtheit der tropischen Frucht wird auch im kommenden Jahr ungebrochen sein. Schließlich ist kaum ein anderes Gewächs aufgrund des hohen Eiweiß- und Vitamingehalts derart gesund und so vielfältig zu gebrauchen. Vor allem in der asiatischen Küche gehört die Steinfrucht zum Standardequipment, doch auch hierzulande wird immer mehr mit der Kokosnuss experimentiert.

Und es schmeckte: 2010 bis 2012 ­sowie 2014 wurde „Noma“ von der Fachzeitschrift „Restaurant“ als bestes Restaurant der Welt ausgezeichnet. Nach Pop-up-Triumphen in Tokio und Sydney touren Redzepi, mittlerweile 39, und seine Crew durch Mexiko, um neue Zu­taten und Ideen zu sammeln. Es wird dort vom 12. April bis 28. Mai verrückte Variationen von Tacos und Gerichten aus Masa (spanisch, Maisteig; Anm.) geben. Die schlechte Nachricht: Die 600-Dollar-Tickets waren bereits nach ­einem Tag ausverkauft.

noma.dk/mexico

In die Gänge kommen: So erobert ein Däne die kulinarische Welt.

© Vincent Long

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05 2017 The Red Bulletin

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