Roadtrip nach Norwegen

Natur pur in Skandinavien: So schön ist ein Roadtrip durch Norwegen

Foto: Getty Images

Abwechslung gefällig? Dann schwing deinen Hintern nach Norwegen.

Du denkst immer noch, eine Reise nach Norwegen ist bloß was für Funktionsjacken-Pärchen? Dann lass dich eines besseren belehren und entdecke Skandinaviens linken Flügelspieler aus der Roadtrip-Perspektive.

Dieses Land schwankt zwischen Extremen: Der grüne Süden mit seinen endlosen Feldern und Buchenwäldern könnte dem rauen, winterlichen Norden Norwegens kaum weniger ähneln. Was für die Natur gilt, geht bei den urigen Fischerdörfern weiter, die eine friedliche Koexistenz mit futuristischen Neubauten führen. Mit einer Fahrt über Norwegens Straßen lässt sich die Mischung aus unberührter Natur und ultramodernen Bauten am besten erleben. In Norwegen gibt es dafür 18 spezielle Panoramastraßen, Touristveger genannt, die länger aber auch wesentlich schöner als die üblichen Routen sind.

Wie genau du deinen Roadtrip durch Norwegen gestaltest, hängt natürlich davon ab, wie viel Zeit und Ausdauer im Auto du mitbringst. Hier sind einige Stationen, die einen Stopp definitiv wert sind:

  • Sognefjord
  • Trollstigen
  • Atlanktikstraße
  • Lofoten
  • Tromsø
Sognefjord
Sognefjord

© Flickr/Visit Sognefjord

Der Sognefjord ist der längste und tiefste Fjord Norwegens. Von Bergens nördlicher Küste aus erstreckt er sich bis zu den Gebirgszügen des Nationalparks Jotunheimen, der zum großen Teil vom Jostedalsbreen, einem gigantischen Gletscher, bedeckt ist. Der Sognefjord ist in eine atemberaubende Berglandschaft eingebettet und hat unzählige Nebenarme – darunter den Nærøyfjord, der als einer der schönsten Europas gilt. 

Auf der langen Fahrt am Fjord entlang wirst du einen Fotostopp nach dem anderen machen wollen – versprochen.

Unbedingt einplanen: Eine Bootstour auf dem Nærøyfjord ist der Wahnsinn. Stellenweise ist das Gewässer nur 250 Meter breit, auf dem Boot fährst du durch die engen, hochaufragenden Felswände und wirst einfach nur überwältigt sein.

Trollstigen
Trollstigen

© Pixabay

Die Trollstigen ist eine der bekanntesten Panoramastraßen Norwegens. Der Zickzackkurs führt über 18 Kilometer den Berg hoch, vorbei an Wasserfällen und Abhängen. Die elf engen Haarnadelkurven zu fahren, macht extrem viel Spaß und der Ausblick auf das umliegende Romsdal Tal ist einfach fantastisch. Von einem Aussichtspunkt am Gipfel aus kann sich auch der Fahrer in Ruhe umsehen.  

Unbedingt einplanen: In unmittelbarer Nähe der Trollstigen befindet sich die Trollveggen, die höchste Steilwand in Europa. Sie ist 1000 Meter hoch und ragt 50 Meter weit über das Tal.

Atlanktikstraße

Direkt an den zerklüfteten Felsen der Atlantikküste führt der wohl schönste der 18 Touristveger entlang. Die Atlantikstraße wird immer wieder zu einer der spektakulärsten Straßen der Welt gewählt. Aus gutem Grund: Auf dem 8 Kilometer langen Abschnitt schlängelt sie sich über sieben teils spektakuläre Brücken, die eine Reihe kleiner Inseln miteinander verbinden. 

Wer eher auf die heimische Tierwelt als auf Baukunst steht, hat von der Atlantikstraße aus die Chance, Seehunde und sogar Wale zu beobachten oder von einer der Brücken die Angel auszuwerfen. 

Unbedingt einplanen: Die kleinen Dörfer auf den Inseln sind einen Halt wert und viel zu märchenhaft, um einfach nur durchzufahren. Wer Zeit hat, sollte hier sogar eine Übernachtung andenken.

© Youtube // Roar Harsvik

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Lofoten

Die Lofoten sind eine Gruppe aus 80 Inseln hoch im Norden vor der Küste Norwegens. Im rauen Nordmeer überzeugt das Archipel mit schroffen Felsen, überraschend weißen Sandstränden und – dem Golfstrom sei Dank – verhältnismäßig mildem Klima. An der Ostküste liegen die Fischerdörfer Nusfjord und Henningsvær, in denen es Rorbuer zu sehen gibt –  Häuser, die auf Pfählen im Wasser gebaut sind. Früher übernachteten Fischer zur Fangzeit in diesen Quartieren.

Unbedingt einplanen: In Vestvågøy gibt es ein Wikingermuseum, in dem du dich über das Leben der Nordmänner auf den Lofoten informieren kannst.

Tromsø
Tromsø

© Flickr/Carsten Frenzl

Tromsø liegt 350 Kilometer oberhalb des nördlichen Polarkreises und ist vor allem für eines berühmt: die Polarlichter. Von September bis März stehen die Chancen gut, das Naturspektakel in einer klaren Winternacht mitzuerleben. Aber auch darüber hinaus hat die Studentenstadt viel zu bieten: Die gemütliche Altstadt mit ihren bunten Holzhäusern, ein lebendiges Nachtleben und die berühmte Eismeerkathedrale

Unbedingt einplanen: Tromsø nennt sich auch das Tor zur Arktis. Von hier aus kannst du Schneeschuhwanderungen und Safaris mit dem Hundeschlitten oder dem Schneemobil ins ewige Eis unternehmen.

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08 2016 The Red Bulletin

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