So wird deine Individualreise wirklich individuell

So wird deine Individualreise wirklich individuell

Foto: Pexels

Backpacking auf den üblichen Pfaden kann jeder. Wir sagen dir, wie dein Trip wirklich individuell wird.

Individualreisen sind auch nicht mehr so individuell, wie sie mal waren. Dass es auf der Welt mehr zu sehen gibt als die Bettenburgen auf Malle, hat sich mittlerweile rumgesprochen. Immer mehr Leute greifen zum Rucksack und reisen auf eigene Faust – so viele, dass manche Reiseziele hoffnungslos von Backpackern überlaufen sind.

Wenn du keine Lust hast, denselben Trip zu planen, wie jeder Zweite, den du unterwegs im Hostel triffst, dann hilft nur Kreativität.
 

Wir haben fünf Ideen, mit denen du deine Reise wirklich zu etwas Besonderem machst:

  1. Mach keine halben Sachen
  2. Versuch es ohne Flugzeug 
  3. Lass die Freunde zu Hause
  4. Such dir ein Thema 
  5. Lass die Strände aus

Mach keine halben Sachen

Wenn schon, denn schon: Wenn du genug Zeit hast, versuche auf deinem Trip den ganzen Globus zu umrunden. Verschiedene Fluggesellschaften bieten Weltreisetickets an, mit denen du wesentlich günstiger wegkommst, als wenn du jeden Flug einzeln buchen würdest. Je nachdem, für welches Angebot du dich entscheidest, gibt es eine festgelegte Anzahl von Zwischenstopps. Wo genau du diese einlegst, bleibt in der Regel dir überlassen. Einzig Start und Ziel müssen am selben Ort liegen.

Versuch es ohne Flugzeug 

Noch besser, als um die Welt zu fliegen: Versuche bei deiner Reise so weit wie möglich auf Flüge zu verzichten. Unternimm einen Roadtrip ins Blaue, stell dir eine Eisenbahnroute zusammen, buche eine Überfahrt mit dem Schiff oder geh einfach direkt zu Fuß – es muss ja nicht um die ganze Welt sein. Auf jedem Kontinent gibt es lange Panorama-Pfade, die dich durch atemberaubende Gegenden führen. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Appalachian Trail, der sich auf 3.500 Kilometern durch die Bergwelt von Georgia bis Maine schlängelt?

31 miles, 8 mountain peaks, 5 bears and 1 rattlesnake in 2 days and 2 nights. We won the weekend.

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Nicht ganz so weit entfernt und vor allem nicht ganz so lang ist der Kungsleden, ein rund 44 Kilometer langer Trail durch Nordschweden. Unglaubliche Ausblicke sind auch hier inklusive.

Aktse/Skierfe 5mils tur på 3dagar i Sareks nationalpark. Magiskt! 👍 #aktse #skierfe #kungsleden

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Lass die Freunde zu Hause

Klar, mit der besseren Hälfte oder einem guten Kumpel zu verreisen, ist eine sichere Sache: Du hast immer jemanden dabei, der dir vertraut ist, mit dem du dich austauschen kannst, und musst nicht alle Entscheidungen allein treffen. Ein Solotrip hat aber auch extrem viele Vorteile und ist in jedem Fall eine außergewöhnliche Erfahrung. 

Du traust dich nicht? Such dir für deinen ersten Versuch doch einfach ein Land aus, in dem man deine Sprache spricht. Außerdem zwingt dich niemand, gleich für ein ganzes Jahr abzuhauen. Um auszuprobieren, ob du dir selbst genügst, kann es schon reichen, eine Woche allein unterwegs zu sein. Ist der Probelauf erfolgreich, machst du dich an die Planung der nächsten Reise. Wer unterwegs Anschluss sucht, kann Freiwilligenarbeit einbauen. Die Panda-Aufzuchtstation in China oder das Regenwald-Projekt in Peru freuen sich sicher noch über Helfer – auch, wenn du nur für einen kleinen Teil deiner Reisezeit vorbeischaust.

Such dir ein Thema 

Du willst etwas Besonderes? Dann orientiere dich auf deiner Reise nicht an den gängigen Touristen-Hotspots, sondern suche dir ein persönliches Motto, das dich besonders interessiert. Versuche die coolsten Achterbahnen einer Region mitzunehmen, plane einen Trip, auf dem du die heimische Tierwelt kennenlernst, oder mach deine nächste Station davon abhängig, wo das Essen besonders gut sein soll. Eine kulinarische Reise ist besonders flexibel, lass dich einfach von Einheimischen mit Tipps versorgen und lass dich dahin treiben, wo man gut kocht.

Lass die Strände aus

Klar, für die meisten Traveller stehen die Ziele ganz oben auf der Liste, die gutes Wetter versprechen. Australien oder Bali sind schön, keine Frage, aber wie wäre es, wenn du deinen Trip pimpst, indem du dich auf die (zu Unrecht) vernachlässigten, kälteren Gefilde verlegst? Jage in Spitzbergen Polarlichtern und Eisbären nach oder entdecke die faszinierende Wildnis Alaskas. Für dein Durchhaltevermögen in der Kälte wirst du meist mit unfassbar schönen Ausblicken belohnt, die du in der Regel auch noch ohne Horden von anderen Touristen genießen kannst.

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08 2016 The Red Bulletin

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