Superman Achterbahn Virtual Reality

Nichts für schwache Nerven: Die Superman-Achterbahn mit Virtual-Reality-Upgrade

Bild: YouTube/The Verge

Achterbahnfahren ist schon ohne zusätzliche Gimmicks nichts für Zartbesaitete. Mit einer Virtual-Reality-Brille wird das Ganze zum filmreifen Nervenkitzel.

Endlos hohe Achterbahn-Schienen, die sich in Kurven und Wellen durch die Luft schwingen: Wer hier zusteigt, weiß meistens ganz genau, was auf ihn zukommt. Nun ist ein Update installiert worden, das es in sich hat und um eine entscheidende neue Dimension erweitert. Einige der Vergnügungsparks der US-Kette „Six Flags“ haben den Virtual-Reality-Trend aufgegriffen und spendieren seit Neustem den Fahrgästen ihrer Superman-Achterbahn entsprechende Brillen. Das Ziel: Eine Achterbahnfahrt, perfekt synchronisiert mit den Bildern der Brille. Das Ergebnis: vollkommenes Eintauchen in die Welt von Superman und Lex Luthor.

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Im virtuellen Zugabteil kurz vor dem Aufschlag

Die Superman-Achterbahn ist eine der Hauptattraktionen der Vergnügungsparks, was künftig noch mehr gelten dürfte. Kaum hat der Gast die Brille aufgesetzt und die Fahrt begonnen, befindet er sich auch schon mitten einer fulminanten Schlacht zwischen dem Superhelden und seinem Gegenspieler. Rasend schnell geht es durch Metropolis in einem virtuellen Zugabteil, das plötzlich von Lex Luthor gekapert wird. Superman eilt zu Hilfe, die beiden liefern sich einen Fight. Der Zug stürzt und stürzt, während im richtigen Leben die Achterbahn nach unten knallt. Gut, dass Superman wie stets siegreich und so ein fixer Bursche ist – und den Zug kurz vor dem tödlichen Absturz auffängt. Eine virtuelle Geschichte, die unter die Haut geht, so sehen es zumindest die Hauptbetroffenen.

„Wohin du auch blickst, du bist in Metropolis.“

„Es ist total synchronisiert auf jede heftige Kurve und jeden Abgrund. Das ist echt cool. Du fliegst mit Superman. Es geht mitten durch Gebäude. Du hast das Gefühl, dass dich Lex Luthor durch die Luft wirbelt. Das ist wirklich abgefahren“, begeistert sich ein „Six Flags“-Manager für das neue Feature. Sobald der Fahrgast die Brille aufgesetzt hat, habe er gar keine andere Chance, als komplett einzutauchen: „In dem Moment, in dem du dich setzt und das Ganze hochgefahren wird, bist du ganz und gar ein Teil dieser Welt. Du schaust nach unten, du schaust nach links, nach rechts – ganz egal, wohin du auch blickst, du bist in Metropolis.“ 

Wie heftig diese Erfahrung bei einer echten Achterbahnfahrt sein muss? Schon mit einer Virtual-Reality-Achterbahnfahrt auf dem Boden kommt nicht unbedingt jeder klar:

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Professor mischt Achterbahnen auf

Die „Samsung Gear“-Virtual-Reality-Brillen werden mit Kopf- und Kinn-Gurten individuell auf die jeweilige Kopfform angepasst und vor jeder Fahrt desinfiziert. Damit das nervenzerfetzende Rundum-Erlebnis gelingt, müssen Achterbahnfahrt und Brille perfekt synchronisiert arbeiten. Die Methode dafür hat das Unternehmen „VR Coaster“ von Thomas Wagner erfunden. Der ist Professor für Virtual Design an der Hochschule Kaiserslautern. Rund eineinhalb Jahre hat er mit seinem Team daran gearbeitet, die komplexe Technik zu entwickeln.

Virtual Reality erobert Achterbahnen weltweit

Der „SUPERMAN: Ride of Steel Virtual Reality Coaster“ der „Six Flags“-Kette ist nicht die einzige Achterbahn, die mit Virtual-Reality-Brillen bei den Fahrgästen für den großen Kick sorgt. So hat zum Beispiel der „Europa Park“ in Rust den „Alpenexpress Coastiality“ zu bieten, hier kann der Besucher unter anderem den Ritt auf einem Drachen erleben. Auch der britische Themenpark „Alton Towers“ setzt auf die VR-Brille. Hier besteht das virtuelle Abenteuer aus einem Flug durch den Weltraum.

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07 2016 The Red Bulletin

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