Survival Tipps und Tricks

Survival-Tipps für Anfänger:
So überlebst auch du in der Wildnis

Foto: Pixabay

Du atmest tief ein, spürst den Wind im Gesicht und die Freiheit im Herzen …und hast keine Ahnung, wie du das Abenteuer hier überleben sollst? Diese grundlegenden Tipps und Tricks retten dich.

Keine Panik! Es ist noch kein Survival-Pro vom Himmel gefallen. Die Basics fürs Überleben „da draußen”, abseits von Infrastruktur, Supermarkt und WLAN, kann jeder lernen.

Grundsätzliches vorab: Survival bedeutet nicht einen Kampf gegen die Natur zu gewinnen, sondern gemeinsam mit der Natur und dem, was sie zu bieten hat, zu überleben. Die richtige Ausrüstung hilft dir. Für alles andere gibt es deinen Verstand …und die folgenden Tipps.

Du erfährst unter anderem …

  • wie du schmutziges Wasser reinigst
  • welche Insekten gut schmecken
  • wofür du Alufolie noch verwenden kannst
  • wie du einen Kompass bastelst

1 DAS ESSEN

Für deine Survival-Tour brauchst du Energie und daher Nahrung. Wenn du es ernst meinst in Sachen Back-to-the-nature, bedien dich bei Mutter Natur. Als energie- und eiweißreicher Snack bieten sich Insekten an, Ameisen, Larven, Heuschrecken und Maikäfer etwa. In Sachen pflanzlicher Nahrung können beispielsweise Brennnessel, Löwenzahn, Schilf, Hagebutte oder Eicheln gegessen werden. Zieh dir aber bitte unbedingt vorher einschlägige Bücher in Sachen Pflanzenkunde rein, um dich nicht zu vergiften.

Die simplere Variante: Pack dir Nahrung ein, die dir viel Energie gibt und nicht vergammelt: Müsli(riegel), Vollkornprodukte, Trockenobst, Nüsse und Co. sorgen mit einem hohen Brennwert für die nötige Power.

Survival-Tipp: Wenn du keinen Topf dabei hast, benutze Alufolie zum Dünsten, Kochen und Garen von Nahrung. Forme die Folie zu einem Topf oder wickel dein Essen ein und lege es in die Glut. Alufolie kann dir auch als Kälteschutz, etwa als Kleidung oder als Unterlage, dienen.

2 TRINKEN

Wasser findest du in Seen, Flüssen und Bächen. Dabei gilt: Fließende Gewässer sind besser als stehende Gewässer und klares, kaltes Wasser ist trübem, warmem Nass stets vorzuziehen.

Survival-Tipp: Um Bakterien und Keime abzutöten, koche dein Wasser immer ab. Alternativ reinigst du schmutziges Wasser mit Wasserfiltern oder chemischen Filtertabletten aus dem Fachhandel.

Survival-Packliste: Alufolie, Kochtopf, Wasserfilter, Kompass, Feuerzeug und Zelt sollten in der Wildnis mit dabei sein
 

3 DEIN LAGER

Schlage dein Zelt am besten dort auf, wo es nicht allzu feucht ist – weite, freie Flächen minimieren Kondenswasser und Auskühlung im Zelt. Generell solltest du immer mehrere Meter Abstand zu Felshängen und Gewässern halten.

Survival-Tipp: Geh nicht ohne Streichhölzer oder Feuerzeug los. Feuer ist wichtig, vor allem zum Wärmen und Abkochen von Wasser. Ist es mal feucht draußen, such dir Fichtenholz – Regen gelangt bei dichten Nadelbäumen nicht so schnell an die unteren Äste und das Kernholz ist immer trocken.

Kompass

Einen Kompass kann man auch ganz leicht selber basteln, man benötigt nur eine Nadel und ein Gefäß dazu.

© Pixabay

4 ORIENTIERUNG

Deine Karte ist verbrannt und dein GPS-Gerät kaputt? Dann orientiere dich mit deinem Kompass. Einen solchen kannst du auch leicht mit einer Nadel selber basteln: Die Nadel am Wollpulli reiben und so magnetisieren, in ein Gefäß mit Wasser legen und darauf warten, dass sie sich nach Norden und Süden ausrichtet.

Survival-Tipp: Auch die Natur gibt Orientierung. Norden erkennst du daran, dass Bäume an der Nordseite weniger Äste haben und mit Feuchtpflanzen wie Moosen oder Flechten bewachsen sind. Südseiten von Pflanzen sind dichter bewachsen.

Klicken zum Weiterlesen
05 2016 The Red Bulletin

Nächste Story