Wie du bei Kälte überlebst: Tipps von Bear Grylls

Wie du bei Kälte überlebst:
Die 7 besten Tipps von Bear Grylls

Foto: NBC/Kontributor

Du weißt nie, wann der nächste Schneesturm aufzieht. Aber wenn er kommt, bist du dank dieser Ratschläge gerüstet.

Zwar sind die Temperaturen in diesem Winter des Öfteren schon in den Minusbereich gewandert, von nordpolähnlichen Bedingungen sind wir aber großteils noch verschont geblieben. Dennoch kann es nie schaden, gewappnet zu sein, falls Väterchen Frost plötzlich mit eisiger Hand zuschlägt oder du mitten in eisiger Wildnis feststeckst.

Hier sind die wichtigsten Tipps von Survival-Experte Bear Grylls, um bei großer Kälte durchzuhalten und nicht der Hypothermie zum Opfer zu fallen.

Im Dschungel überleben: Tipps von Bear Grylls

Du planst ein Dschungelcamp im echten Leben? Dann solltest du diese Überlebenstipps von Survival-Experte Bear Grylls befolgen.

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1 Schütze deinen Körper

Üblicherweise bist du im Freien warm eingepackt. Bei extremer Kälte ist es wichtig, dass deine Extremitäten gut geschützt sind und du vor allem deinen Torso warmhältst. 40 Prozent der Körperwärme verlierst du über den Kopf – zieh also auf jeden Fall eine Mütze über. Noch besser: eine wärmende Skimaske.

2 Besorge Flüssigkeit 

Ohne Essen überlebst du acht Wochen, ohne Wasser nur ein paar Tage. Kein Problem, denkst du, es liegt doch überall Schnee rum. Von wegen! Bear Grylls warnt davor, diesen einfach zu futtern: „Du bekommst Geschwüre am Mund, wirst krank und es beschleunigt Hypothermie.“ Stopfe den Schnee stattdessen in eine Wasserflasche und trage diese vorne in deiner Jacke. Der Schnee schmilzt und du kannst ihn trinken.

„Du bekommst Geschwüre am Mund, wirst krank und es beschleunigt Hypothermie.“
Schnee essen? Keine gute Idee!

3 Stelle eine Wärmflasche her

Mit wenig Aufwand stellst du deine eigene Wärmflasche her. Du brauchst nur einen verschließbaren Plastikbeutel und eine volle Blase. Pinkel in die Tüte und mache sie zu. So wird der eingeschlossene Urin zum praktischen Handwärmer.

© youtube // Discovery

4 Bring dein Smartphone zum laufen

In der Wildnis kann nichts passieren, weil du dein Telefon dabei hast? So weit, so richtig. Doch einerseits musst du Empfang haben. Andererseits sind Smartphone-Batterien sehr kälteempfindlich. Sollte dein Akku schlappmachen, stecke ihn kurz in deine Achselhöhle. Das wärmt ihn so weit auf, dass er einsatzbereit ist – sofern du noch Saft hast.

5 Mache Feuer 

Für ein wärmendes Feuer benötigst du natürlich Zweige. Doch wie willst du sie anzünden? Mit den kalten Fingern etwas reiben, damit ein Funke überspringt, wird schwierig. Die Lösung: eine Batterie und Kaugummipapier. Was wie eine Erfindung von MacGyver klingt, ist ganz einfache Physik. Der Metallteil erhitzt sich durch die Verbindung zwischen Plus- und Minuspol, der Papierteil fängt Feuer.

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6 Baue einen Unterschlupf

Falls du ein Lager benötigst, um zu rasten, empfiehlt Grylls Äste und Schnee. „Grabe einen mit Schnee ummauerten Bereich aus, um dich vor dem Wind zu schützen“, empfiehlt der Experte. „Dann nutze Tannenzweige, um ein Wigwam zu bauen und kleide deine Unterkunft mit ihnen aus, um deine Körperwärme vor dem kalten Boden zu isolieren.“

7 Ziehe nasse Klamotten aus

Fällst du aus Versehen in einen Bach oder brichst in einen zugefrorenen See ein, bleiben dir nur wenige Minuten, um möglichst unbeschadet dort herauszukommen. „Kontrolliere deinen Atem und benutze deine Angst, Adrenalin und Kraft, um dich herauszuziehen“, sagt Grylls. Danach musst du dich umgehend ausziehen, so kalt es auch sein mag! Wringe all deine Klamotten aus, vor allem deine Socken. Sonst gibt’s Frostbeulen! Ziehe die trockene Kleidung dann wieder an.

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02 2017 The Red Bulletin

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