Carmen Jordás Erfolgsrezept

Carmen Jordà:
Das neue Gesicht von adidas

Foto: ADIDAS BY STELLA McCARTNEY SPRING/SUMMER 2017

Sie gilt als der spanische Shooting-Star im Motorsport und weiß, dass Konsequenz für das Erreichen persönlicher Ziele essentiell ist. Im Interview mit The Red Bulletin verrät sie, wie das geht.

Carmen Jordá ist eine der ganz wenigen Frauen, die es in ein Formel-1-Cockpit geschafft haben. Die 28-jährige Spanierin steht permanent im Fokus, muss sich täglich neu beweisen. Jordás dynamischer Lebensstil und ihr unbarmherziger Trainingsplan bereiten sie nicht nur auf eine Karriere als weltbekannte Rennfahrerin vor – sie inspirieren auch Frauen in aller Welt dazu, an außergewöhnlichen Herausforderungen zu wachsen.

Formel-1-Hoffnung Sophia Flörsch im Interview

Wie realistisch ist es für dich, tatsächlich einmal in der F1 zu fahren? Bisher haben nur wenige Frauen an einem Rennen teilgenommen. Es gab sehr wohl Frauen in der F1. Maria Teresa de Filipis, Lella Lombardi und Giovanna Amati sind wohl die bekanntesten. Ich denke auch nicht, dass Frauen grundsätzlich nicht gut genug für die F1 sind.

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THE RED BULLETIN: Derzeit bist du Entwicklungsfahrerin. Wenn du einmal nicht auf der Strecke deine Runden drehst, wie sieht ein typischer Tag im Leben der Carmen Jordá aus? 

CARMEN JORDÁ: Ich bin verrückt nach Training. Wann immer ich kann, bin ich im Gym, laufe eine Runde, sitze auf dem Rad. Das macht mich fit für meinen Job, aber ich liebe einfach auch das Gefühl beim Workout. 

Wie sieht dein Trainingsprogramm aus? 

Ich trainiere zweimal täglich. Morgens Yoga oder Pilates, nachmittags auf den Motorsport abgestimmtes Kraft- und Konditionstraining. Rennfahren hat ganz besondere Anforderungen, ich brauche einen stabilen Rumpf, aber auch viel Beweglichkeit. Ich fahre so viel wie möglich Gokart und im Simulator, um Reaktionszeit und Fahrstil zu verbessern.

Hast du spezielle Übungen? 

Ich mache viele Drills, die meinen Körper auf die ganz eigenen Herausforderungen des Motorsports vorbereiten. Zum Beispiel sehr viele Nackenübungen. Die g-Kräfte, denen man ausgesetzt ist, vor allem in Verbindung mit dem Helmgewicht, belasten den Nacken enorm. Ich versuche da ganz gezielt mit verschiedenen Dehn- und Kräftigungsübungen zu arbeiten. 

Ist dein ganzes Leben so schnell und dynamisch wie dein Job? 

Im Motorsport hast du keine andere Wahl! Die Formel 1 ist ständig unterwegs, von einem Land ins nächste, von einem Kontinent auf den nächsten, das bedeutet: Top-Speed, Tag für Tag. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt; ich fahre ja schon sehr lange, ich war elf, als ich mit Gokart begann. Ich habe dieses Tempo lieben gelernt.

„Ich liebe mein High-Speed-Leben.“
Carmen Jordá, 28, Rennfahrerin

Wie wichtig ist dir Zeit für dich selbst? 

Sehr. Vor allem wenn man so in der Öffentlichkeit steht. Training und Reisen geben mir aber auch Zeit für mich. Yoga und Pilates haben beide mit Achtsamkeit zu tun und helfen mir enorm beim Abschalten. Und weil ich ständig unterwegs bin, versuche ich meine Familie und Freunde, sooft es geht, zu sehen. Bei meinem harten Trainingsprogramm ist das echt schwer, oft sehe ich sie Wochen oder Monate nicht. Ich genieße es besonders, wenn ich einmal nur Carmen sein kann und nicht Carmen die Rennfahrerin sein muss. 

Du bist seit kurzem Teil des adidas by Stella McCartney Teams – was bedeutet die Zusammenarbeit für dich? 

Der Support einer so starken Marke und so talentierter Menschen bedeutet mir als Athletin sehr viel. Wir arbeiten besonders bei Marketing-Aktivitäten zusammen, und ich werde mich auch beim Design der Produkte einbringen, die mein Trainingsleben und meine Freizeit ausmachen. Und natürlich werde ich auch als adidas Botschafterin ganz eng mit den Leuten da draußen zusammenarbeiten, das ist eine große Inspiration. 

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Wie würdest du deinen Style beschreiben? 

Ich mag die Kombination von sportlich und schick. Das passt ja auch am besten in die Formel-1-Welt. Und weil ich so viel reise, trage ich auch gerne etwas Gemütliches. Ob ich wirklich so etwas wie einen Style habe? Ich trage einfach, worin ich mich wohl fühle. Wenn das anderen Leuten gefällt, umso besser. 

Wie geht es dir als Frau in einem so männerdominierten Sport

Gut. Ich bekomme viel Support, und es gibt eine Menge großartige Leute in der Formel 1. Natürlich gibt es auch solche, die an dir zweifeln, die dich kritisieren, aber das gehört einfach dazu. Ich bin mir sicher, männlichen Fahrern geht es genauso. Alles Negative ist Motivation für mich, um es den anderen zu zeigen und mich voll darauf zu konzentrieren, meine Ziele zu erreichen.

Every morning you have two choices: Continue to sleep with your dreams, or wake up and chase them ⚡️

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Als eine der wenigen prominenten Frauen in deinem Sport – hast du weibliche Vorbilder, die dich inspirieren? 

Schon immer haben mich Danica Patrick und Serena Williams inspiriert. In letzter Zeit sicher auch die englische Boxerin Nicola Adams. Ich sah sie bei Olympia vergangenes Jahr, als sie ihre zweite Goldmedaille im Fliegengewicht holte. Ich bewundere, was sie für den Boxsport getan hat. Sie hat einen traditionell männlichen Sport mit ihrer harten Arbeit und ihrer positiven Einstellung für sich gewonnen. 

Du scheinst ja gerade sehr beschäftigt zu sein. Was steht als Nächstes an für Carmen Jordá?

Dieses Jahr wird richtig aufregend, ich habe viel geplant. Ihr werdet von mir hören!

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03 2017 The Red Bulletin

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