Alles über den America's Cup 2017

America’s Cup 2017:
Alles zur 35. Auflage

Text : JOSH DEAN 
Fotos: Sam Greenfield / ORACLE TEAM USA

Was macht den 35. America’s Cup so besonders? Die jüngsten und kleinsten Crews, die es je gab, schnellere Boote und Skipper, die körperliche Höchstleistungen vollbringen.
Neue Technologien

Über die letzten zehn Jahre hat sich die Geschwindigkeit bei Segelregatten verfünffacht, und die Teilnehmer sind im Schnitt um zehn Jahre jünger als 2007. Der 35. America’s Cup, der im Juni stattfindet, wird Rennsegeln auf ein völlig neues Niveau katapultieren.

Erfahre hier mehr über die Geschichte und die neuen Technologien:

America's Cup: Quantensprung der Technologie

Es war der Vorbote dessen, was im Grunde genommen eine neue Sportart ist. „Das ist, als nähme man bei einem Auto den 300-PS-Motor raus und ersetzte ihn durch einen mit 3000 PS", erklärte es dieses Jahr Oracle-Performance-Direktor Ian „Fresh" Burns einem Reporter.

Die kleinsten & schnellsten Boote

Von 1851 bis 2007 nahm der Speed beim America’s Cup nur unwesentlich zu. Seither stieg diese Kurve dank Hydrofoils jedoch extrem steil an. Mit dem neuen AC50 fühlt es sich an, wie Formel 1 auf dem Wasser.

Erfahre hier mehr über den neuen AC50-Katamaran:

America's Cup: Die Boote

Das Hauptsegel der AC50 ist eigentlich ein starrer Flügel und kein Segel. Aber statt wie bei einem Flugzeug Auftrieb zu erzeugen, verleiht es dem Boot einen Vorwärtsschub im Wasser. An der Entwicklung des Flügelsegels, das aus einem Karbonfasergerüst besteht, ummantelt mit einer Kunststofffolie der Firma Clysar, war auch Airbus beteiligt.

Eine durchtrainierte Crew

Die AC72 Yacht im America’s Cup 2013 hat noch 11 Mann benötigt. Dieses Jahr werden nur mehr sechs Segler auf der AC50 Rennyacht um den Cupsieg kämpfen. Vergesst gemütliche Typen im Blazer - die neuen Segler sind durch und durch Hochleistungssportler

Lerne hier die Funktionen der Segler an Bord kennen und finde heraus, wie hart ihr Training ist:

America's Cup: Die Crew und ihr irres Trainingsprogramm

Vor 2013 war der America's Cup ein ganz anderer Sport. „Es war körperlich nicht besonders anspruchsvoll", sagt Craig McFarlane, Trainer von Oracle Team USA. Grinder gab es schon immer, sie arbeiteten zwar kurzfristig sehr hart, konnten sich aber danach ausruhen. Diesmal werden die Grinder der Oracle-Crew während des ganzen 22-minütigen Rennens auf 91 bis 93 Prozent ihres Maximalpulses arbeiten.

Jimmy Spithill, der revolutionäre Steuermann

Im Jahr 2010 war Jimmy Spithill mit 30 Jahren der jüngste Skipper, der je den America’s Cup gewonnen hat. Beim 35. Cup 2017, erhofft er sich nun den dritten Sieg in Folge.

Im Interview mit The Red Bulletin erzählt Spithill mehr über die neuen Technologien und die Gefahren, die sich dahinter verbergen:

America's Cup: Skipper Jimmy Spithill im Interview

JIMMY SPITHILL: Der größte Unterschied ist, dass es sechs wettbewerbsfähige Teams gibt. Beim letzten Mal waren es praktisch nur zwei - Team Neuseeland und wir. Alle haben Talent, Ressourcen und Technologie. Da gibt's keine Ausreden, und das sehen wir auch draußen auf dem Wasser. Jedes Team gewann Rennen bei der World Series (den Vorausscheidungen; Anm.).

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06 2017 The Red Bulletin

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