Dany Bruch

Dany Bruch: „Du musst in der Lage sein, Panik zu bändigen“

Text: Andreas Rottenschlager
Fotos: Sebastian Marko

Dany Bruch, deutscher Windsurfer und Red Bull Storm Chase-Veteran, begibt sich 2017 wieder auf Sturmjagd. Im Interview verrät er, wie man in einer Panik-Situation (richtig) reagiert.

THE RED BULLETIN: Herr Bruch, Sie sind 2013/14 für Red Bull Storm Chase in Stürmen gesurft, die Windstärke elf erreichten. Wo nehmen Sie das Selbstvertrauen her, in ­solchen Umständen zu starten?

DANY BRUNCH: Aus jahrelanger Windsurf-Erfahrung, auch in schwierigen Revieren. Aber ebenso wichtig wie Selbstvertrauen ist die Fähigkeit, Panik zu kontrollieren.

Wie kontrolliert man Panik?

Indem man sich Mut zuspricht. Ich bin mal mit zerbrochenem Board im Meer getrieben. Ich sagte mir: „Dany, du schaffst das. Reiß dich zusammen.“

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Das klingt etwas zu simpel.

Wirkt dennoch. Du musst es schaffen, den Reset-Knopf im Hirn zu aktivieren.

Dany Bruch - extreme windsurfing in Cornwall

Bei schwerem Sturm herrscht Chaos auf See. Masten brechen, Segel ­reißen. Eine Böe kann den Rider mitten im Sprung packen und davontragen. Dann stürzt er aus zehn Meter Höhe unkontrolliert ins Meer.

Wenn ich im Aufzug steckenbleibe und in Panik gerate, soll ich mir da auch Mut zusprechen?

Ja. Oder, wieder ganz simpel: Atme dreimal durch. Auch ein guter Trick.

Was hilft Ihnen an Tagen, an denen Sie an sich zweifeln?

Meine Morgenroutine: zwei Gläser Wasser trinken, Rückentraining, ­Liegestütz pumpen.

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12 2016 The Red Bulletin

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