Heart Project - Mit dem Rad nach Rom - Der Blog

Heart Project - Der Blog

Text und Fotos: Severin Haidacher

5 Männer auf der „hearten“ Tour nach Rom. Mit dem Rad und guter Ausrüstung. Aber auch mit kaum Erfahrung. Ein Wagnis mit Folgen.
Etappe 2: Maria Wörth - Spilimbergo

Trotz des anstrengenden ersten Tages blieb keine Zeit, sich richtig zu erholen. Bereits um 6:30 läutete der Wecker die zweite Etappe des Heart Project ein. Nach kurzer morgentlicher Adjustierung und den obligatorischen Vorbereitungen auf die bevorstehenden Kilometer wurde der Mercedes vollgepackt und wenig später spürten wir schon die kühle Morgenluft. Manch einer fragte sich zwar, warum wir nicht einfach am See bleiben … aber das war ja nur halb ernst gemeint! ;)

Nach ca. 10 km folgte noch ein kurzer Boxenstopp bei einem Supermarkt, wo wir uns mit Energie (Frühstück) und die Reifen mit ein bisschen Luft aufgepumpt haben. Der Start war aber „schon a bisl zach“, weil jeder von uns den Vortag doch noch im Hintern und in den Beinen hatte.

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Die ersten 60 km des Tages zogen sich wieder ein bisschen, weil es fast kontinuierlich bergauf ging, aber im Vergleich zur Soboth am Tag davor war das nichts. Auch haben wir beim Fahren als Team viel besser zusammengefunden und kamen deshalb flotter voran.

Ab Tarvis ging es dann endlich mehrere Kilometer bergab. Durch das Ausradeln der schweren Beine konnten wir uns nicht nur ein bisschen regenerieren, sondern auch unserer Motivation wieder den entscheidenden Push geben.

Pünktlich um 12 Uhr machten wir in Pontebba Mittagspause, wo uns ein Streetfoodmarket das willkommene Ambiente bot, um uns stärken. Immer wieder werden wir darauf angesprochen, was wir tun und wo es hin geht, so auch hier. Und selbstverständlich erklären wir trotz kleinerer Sprachbarrieren unser „Progetto di Cuore“ sehr gerne.

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Nach der Mittagspause begann es wieder, richtig anstrengend zu werden. Je mehr wir uns freuten, bald wieder die 100-km-Marke zu durchbrechen, desto mehr machte uns die drückende Hitze zu schaffen. Analyse: „Wenn wir fahren, merkt ma’s gar net, wie heiß es is. Nur wenn ma steht und sieht, wie viel ma zum Trinken braucht, weiß ma, wie ma ausrinnt.“

Gott sei dank haben wir meinen Vater Karl dabei, der uns super versorgt, darauf schaut, dass wir immer genug Wasser, Riegel, etc. haben und uns so die Tour extrem erleichtert.

Um 16:35 kamen wir dann in Spilimbergo bei einem kleinen Hotel an und waren froh, aus dem Sattel zu kommen und unseren Backen ein wenig Erholung zu gönnen. Morgen geht’s dann nach Padua. Also stay tuned, euer Heart Project Team. 
 

HARD FACTS - ETAPPE 2

  • Dauer: 06:27:15 h
  • Distanz: 156,37 km
  • Max. Geschwindigkeit: 57 km/h
  • Durchschn. Geschwindigkeit: 24,9 km/h
  • Energieverbrauch: 4448 kcal
  • Aufstieg: 660 m
  • Abstieg: 950 m
  • Max Höhe: 811 m
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Severin Haidacher: "Schön sein ist zu wenig"

Junioren-Europameister 2011 mit dem österreichischen Nationalteam, Platz vier bei der WM im Jahr darauf, Einberufung in die Weltauswahl der besten U19-Spieler - Eine Karriere als Footballer erschiene mir da logischer als eine Misterwahl.

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09 2016 The Red Bulletin

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