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Marc Janko bloggt: Mein Rekord, meine Zukunft

Exklusiv auf redbulletin.com: ÖFB-Teamspieler Marc Janko bloggt. Teil 6 über seinen Rekord und ob er seine Zukunft in Sydney sieht.

Hi Leute!

Ich darf mich mit tollen Neuigkeiten bei euch melden: Mit meinem Siegtor gegen die Newcastle Jets habe ich den Torrekord in der A-League eingestellt. In sechs aufeinanderfolgenden Spielen zu treffen, ist vor mir nur Besart Berisha gelungen. Das freut mich natürlich sehr, aber um ehrlich zu sein habe ich eigentlich überhaupt nicht daran gedacht. Mir ist am wichtigsten, dass wir als Mannschaft gut funktionieren und gewinnen.

Im Englischen gibt es eine Redewendung, die ich zu 100 Prozent unterstreichen kann: „There’s no I in team.“

Wenn ich dazu mit Toren beitragen kann, ist es umso schöner. Aber es muss nicht sein. Ich habe beispielsweise gegen Perth Glory auf das Schießen des zweiten Elfmeters verzichtet, weil ich ihn einem Mannschaftskollegen überlassen wollte. Es ist auch wesentlich wichtiger für den Verein und die Fans, dass wir derzeit auf dem zweiten Platz stehen.

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei unserem Trainerteam bedanken, das mir immer die Stange gehalten hat. Jetzt kann ich das Vertrauen ein bisschen zurückzahlen. Und auf im Englischen gibt es eine Redewendung, die ich zu 100 Prozent unterstreichen kann: „There’s no I in team.“ Deswegen ist der Rekord zwar schön, aber nicht so schön, wie der mannschaftliche Erfolg. Und ohne einer geschlossenen Mannschaftsleistung kann ich vorne sowieso nichts bewegen. Ich bin abhängig von den Bällen, die ich bekomme.

Von der Selbstsicherheit bin ich schon fast wieder bei 100 Prozent, körperlich geht immer noch ein bisschen mehr. Man kann immer fitter sein. Es macht mir endlich wieder Spaß und ich freue mich auf die weiteren. Und wenn am Ende der Saison neben der Meisterschaft auch der Torschützenkönig herausspringt, bin ich natürlich auch nicht böse. Als Stürmer wirst du einfach an den Toren gemessen. Und nach dem eher durchwachsenen Klub-Jahr 2014 tut dieser Lauf auch meiner Seele gut. Wobei ich wirklich immer felsenfest davon überzeugt war, dass der Schritt nach Sydney der absolut richtige ist. Ich wurde sportlich wieder wachgeküsst und wiederbelebt.

Schmunzeln musste ich etwas über den Vergleich mit Zlatan Ibrahimovic. Die Medien in Australien bezeichnen mich seit Neuestem ja als „Austrian Ibrahimovic“. Ich nehme das aber nicht wahnsinnig ernst, da wir auf und abseits des Platzes komplett unterschiedliche Typen sind. Er reißt doch gerne die Klappe auf, untermauert das allerdings meistens auch mit Leistungen. Ich hingegen schlage eher leisere Töne an. Trotzdem muss ich sagen, dass der Vergleich natürlich schmeichelt, weil Ibrahimovic ein absoluter Weltklasse-Spieler ist. 

Ich habe auch mitbekommen, dass viel über meine Zukunft spekuliert wurde. Ich kann derzeit nur sagen, dass es noch keine Gespräche mit Sydney gegeben hat. Der Verein hat aber schon signalisiert, dass er gerne mit mir verlängern würde. Ich bin natürlich offen und höre mir alles an. Sydney ist auf jeden Fall mein erster Ansprechpartner. Ich fühle mich sehr wohl und kann mir sehr gut vorstellen, noch länger hier zu bleiben. Sollten wir uns nicht einigen können, geht vielleicht eine andere Türe auf.

Bis zum nächsten Mal,

Euer Marc

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11 2014 redbulletin.com

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