Drone Racing ist die Zukunft

Neue Trendsportart: Drone Racing erobert die Welt 

Foto: GEPA Pictures

Vorsicht, Drone-Racing-Fieber! Was in den USA seinen Anfang genommen hat, findet auch im Rest der Welt immer mehr Fans: der Drohnen-Speed-Kick aus der Ich-Perspektive. 

Drohnen-Rennen gibt es erst eine Weile, schon nimmt das Fliegen aus der „First Person View“, der Ich-Perspektive, immer professionellere Ausmaße an. In den USA hat sich die „Drone Racing League“ (DRL) gebildet. Auch im Rest der Welt ist der Trendsport nicht aufzuhalten. In Dubai hat ein erster Grand Prix bereits stattgefunden und in Europa hört die jüngste rasante Serie auf den Namen „Drone Champions League“ (DCL).

Im Juli 2015 veranstaltete die DRL ein Event in einem verlassenen Kraftwerk von New York. Die Drohnen waren mit Leuchtdioden versehen und rasten durch – ebenfalls mit Licht markierte – Korridore, Kurven und Tore. Qualitativ hochwertige Videos beförderten das Ganze ins Internet. Zeitgleich gründete sich die „The International Drone Racing Association“ (IDRA), die damit anfing, die Piloten weltweit zu ranken. 

© Drone Racing League // YouTube

Abgehen wie im echten Cockpit

Die bis zu 130 km/h schnellen Drohnen werden von ihren Piloten durch anspruchsvolle Parcours geflogen. Das Ganze im FPV-Modus, also aus der „Ich“-Perspektive. Kameras an den Quadcoptern übertragen das Bild während des Flugs direkt an eine Videobrille, die der Pilot trägt. Der hat nur noch eine Sicht vor Augen: Als würde er in dem Cockpit des Flugvehikels sitzen und in luftiger Höhe durch den Rennkorridor steuern. Nun heißt es, die Strecke bewältigen, Tore durchfliegen oder Hindernissen ausweichen.

© Drone Racing League // YouTube

„Eine Pause von der Realität“

„Wir nennen es FPV-Therapie“, beschreibt einer der Piloten das Gefühl, das beim Fliegen der Drohnen aufkommt. „Denn wenn du so fliegst, kannst du an nichts anderes denken, das gerade in deinem Leben geschieht. Alles, woran du denken kannst, ist genau dieser Moment und was du gerade tun musst. Es ist eine Pause von der Realität.“

© YouTube // The New York Times

Drone Racing erobert die Welt

Das erste professionelle Großevent internationalen Zuschnitts fand im März 2016 in Dubai statt. Der Wettbewerb wurde von einer reichen Familie gesponsert und organisiert, das Gewinner-Team nahm 250.000 US-Dollar mit nach Hause. Am Start waren sowohl private als auch gesponserte Piloten. Auch wenn am ersten Tag noch einige technische Probleme zu bewältigen waren: Am Ende funktionierte alles: beeindruckende Lightshows und Live-Streams machten das Event zu einem vollen Erfolg. 

© Bloomberg // YouTube

In Europa hat sich das in Liechtenstein angesiedelte Start-up-Unternehmen Drone Champions AG darauf verschrieben, der immer populärer werdenden Sportart eine entsprechende Plattform zu bieten. Das Ergebnis ist die „Drone Champions League“ mit ihrem ersten Rennen Mitte August im österreichischen Reutte. Langfristiges Ziel: „Drohnen-Rennen als neuen Motorsport, die Formel 1 der neuen Generation zu etablieren.“ Angesichts dieser beeindruckenden Bilder vom Kurs rund um eine Ruine kein utopischer Gedanke.

Drone Champions League

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Trendsport mit Profi-Touch für alle

Das luftige Spektakel ist selbst auf professioneller Ebene weiterhin für neue Piloten offen. In dem knappen Jahr, in dem Drone Racing zum ernst zu nehmenden Sport geworden ist, sind viele der Piloten in der Rangliste weit aufgestiegen und wieder gefallen. Der Grund: Die notwendigen Voraussetzungen und Fähigkeiten, um hier erfolgreich zu sein, verändern sich rasend schnell. Es gibt nur wenige Menschen, die Drohnen für mehr als zwei, drei Jahre geflogen sind, Rennerfahrung ist erst recht spärlich gesät. Im letzten Jahr hätte tagtägliches Fliegen wohl noch ausgereicht, um den Piloten zu einem der Besten der Welt zu machen. Das mag sich langsam aber sicher ändern – ein schneller Aufstieg ist aber weiterhin gut möglich. 

© WIRED // YouTube

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